Erschienen 2004:



Gerd Reising (Hrsg.): Lothar Quinte · Opus II
Werkverzeichnis der Gemälde
– 2. Teil

Nachträge, Ergänzungen und Zusatzinformationen zum Hauptband aus dem Jahr 2000.
Mit Texten von Gerd Reising, Rolf-Gunter Dienst und einem Gespräch zwischen Peter Iden und Sibylle Wagner-Quinte.

QuinteBild

Bei den Arbeiten am ersten Band des Opus fand Lothar Quinte es weniger wichtig, dass alle Gemälde erfasst würden; das Argument der Vollständigkeit galt ihm wenig. Ja, es kam vor, dass er ganze Werkgruppen für unerheblich hielt, was bereits bei der Zusammenstellung der Retrospektive 1993 in Karlsruhe erkennbar geworden war, umso weniger aber für ein Werkverzeichnis sinnvoll war.
Wichtig erschien uns damals, dass wir das Werkverzeichnis möglichst vor seinem Tod beendet haben wollten: Lothar Quinte sollte es noch in seinen Händen halten können. Es war für ihn auch ein Teil seines Abschieds. Daher mussten einige zu spät aufgetauchte Werke außen vor bleiben, wissend, es müsse ein weiteres Verzeichnis erscheinen. Das war ein Wettlauf. So wurden nach seinem Tod durchaus noch nicht aufgenommene Gemälde in zwei Lagern aufgespürt, ja, es stellte sich heraus, dass bereits verzettelte Gemälde von Lothar Quinte zurückgehalten worden waren. Dafür gab es mannigfache, vor allem private Gründe. Hinzu kommen Gemälde, die erst nach der Publizierung des ersten Werkverzeichnisses und nach dem Tod Lothar Quintes bekannt gemacht wurden, sie sind nun ebenso eingefügt. Ferner waren bei Redaktionsschluss zum ersten Band noch nicht alle von Sammlern angekündigten Gemälde erfasst, was, soweit möglich, hier nachgeholt wurde.

Quinte Lothar Quinte · Opus II

Über 100 neu erfasste Gemälde vervollständigen nun das Werkverzeichnis.
48 Seiten, 16 großformatige Farbabbildungen und ca. 20 s/w Fotos
Format: 31,5 x 23,5 cm (Hardcover)
ISBN 978-3-931876-53-1
EUR 20,–



Alfred Biolek: Kartographie des Boulevards

Fotos und Abbildungen der handschriftliche Moderationskarten aus den letzten drei Jahren zur Sendung Boulevard Bio.
Mit einem Vorwort von Bettina Gräfin Pfeil.

Biolek-Cover

108 Seiten, 96 Abb. farbig oder in Duoton
Format: 23,5 x 21 cm (Hardcover)
ISBN 978-3-931876-51-7
EUR 28,-

Biolek Nach 12 Jahren, 485 Sendungen und nahezu 1600 Gesprächen, hat sich der "Grandseigneur des Talks" Alfred Biolek, im Juni 2003 von der Bühne seines dienstäglichen Gesprächs zurückgezogen. Was von Boulevard Bio bleibt, sind Erinnerungen an unzählige spannende Begegnungen mit interessanten Menschen verschiedenster Couleur, vom Obdachlosen bis zu Karl Lagerfeld, vom ehemaligen Terroristen bis zum Dalai Lama. Die Erinnerung aber auch an eine sensible, kultivierte Gesprächsführung, die freundliche, entspannte Intimität zu kreieren wusste, ohne dabei jemals die Würde und Persönlichkeitsrechte des Gesprächspartners zu verletzen.
Alfred Bioleks Moderationskarten, auf denen er seine sorgfältig durchdachten Gespräche vorskizzierte, gewähren Einblicke in die Methoden seiner menschlichen Annäherung, sie dokumentieren besondere TV-Momente und spiegeln darüber hinaus wider, welche Fragen, Themen und Menschen die Öffentlichkeit über die Jahre hinweg berührt haben, reflektieren ein Stück Historie des öffentlichen, gesellschaftlichen Diskurses. Wie kaum ein anderer hat Alfred Biolek belegt, dass der Spagat zwischen Unterhaltung und Intelligenz möglich ist, getreu seinem Wahlspruch nach Hugo von Hofmannsthal: Man muss das Tiefe verstecken. Wo? An der Oberfläche.